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Designinfos: Ausbildung/Berufsbilder

Ausbildung / Berufsbilder | designforum-arnsberg.net

    Auf dieser Seite gibt es Informationen über das Berufsbild des des Fotodesigners.

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Fotodesign

Antworten zum Bereich Fotodesign von Klemens Kordt.

a) Was macht ein Fotodesigner?
Ein Fotodesigner gestaltet visuelle Bildinformationen mit Hilfe aller Mittel der fotografischen Darstellungsmöglichkeiten.
Oft geht es nicht nur darum, ein einzelnes Bild zu gestalten, sondern individuelle Bildkonzeptionen für die verschiedensten
Darstellungsaufgaben zu entwickeln und umzusetzen. Die Berufsfelder umfassen Werbefotografie, Bildjournalismus und "freie" Fotografie (Fotokunst) mit weiteren Spezialisierungen.
Der Bereich Werbefotografie nimmt dabei eindeutig den größten Stellenwert ein. Damit verbunden ist, in den weitaus meisten Fällen, eine Spezialisierung auf eines der Berufsfelder.

b) Wie kann man sich auf das Studium vorbereiten? (Hast Du ein Praktikum absolviert? Hältst Du das für sinnvoll? Ist eine abgeschlossene Ausbildung von Vorteil? Wenn ja: in welchem Bereich?)
Man sollte sicher sein, sich langfristig und intensiv professionell mit Fotografie beschäftigen zu wollen. "Germany's next Topfotograf" wird nicht in  wenigen Wochen vor
laufender Kamera geboren. Eine Ausbildung ist vorteilhaft, insbesondere für den Bereich Werbefotografie, allerdings kein "Muss". Ein Praktikum, vielleicht sogar mehrere Praktika in
verschiedenen Bereichen (Werbefotografie/Bildagentur/Bildredaktion/evtl. auch bei einer Werbeagentur) ist wichtig, um den Beruf überhaupt einmal praxisnah kennenzulernen. Meistens sind Praktika im Studium sogar zwingend vorgeschrieben. Mindestens ebenso wichtig ist die Zusammenstellung einer aussagekräftigen Mappe für die Eignungsprüfung. Dazu besucht man so häufig wie möglich die von den Fachhochschulen
angebotenen vorbereitenden Mappengespräche. Ich habe vor meinem Studium auch den Kontakt zu Studenten gesucht, um mir einerseits ihre Arbeiten anzuschauen und meine eigene Mappe kritisch "begutachten" zu lassen.
Dadurch konnte ich viel über die bevorzugten Themen und Ausrichtungen der Fotoschulen erfahren. Denn auch das ist zu beachten: Nicht jeder Dozent und jede Schule bietet den gleichen Lehrinhalt.

c) Welche Inhalte vermittelt das Studium?
Das Grundstudium vermittelt elementare Kenntnisse in den Bereichen Fototechnik. Es werden Grundkenntnisse der Gestaltungslehre vermittelt. Praktische Lernübungen zu serieller und konzeptioneller Fotografie bereiten auf das Hauptstudium vor.
Im Hauptstudium werden die Themen Konzeption und Entwicklung Bildsprache/Visualisierung theoretisch und praktisch vertieft. Dies erfolgt meistens durch themenbezogene Fotoprojekte
über ein oder mehrere Semester. Selbstständiges Arbeiten und Kritikfähigkeit in den Seminaren ist eine unerlässliche Voraussetzung. Begleitend wird auch Fototheorie anhand von Seminaren, Referaten oder Hausarbeiten
vermittelt. Einige Fachhochschulen bieten auch Seminare in den Bereichen Wirtschaftsrecht, Fotorecht sowie Betriebswirtschaft an. Mittlerweile sollen einige Hochschulen auch im werbespezifischen Bereich lehren: Zielgruppenanalyse, Werbepsychologie, Mediaplanung und Steuerlehre, mir ist allerdings nicht bekannt, wo dies tatsächlich schon realisiert worden ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass im Hauptstudium eine Spezialisierung auf die unter Punkt a) genannten Bereiche stattfindet.

d) Welche Anforderungen stellt der Beruf (technisches Wissen, handwerkliches Können, etc.)? Welche Eigenschaften sollte jemand haben, der Fotodesigner werden möchte?
Kreativität, Offenheit und Kontaktfreude sind erfolgsversprechende Eigenschaften. Technisches Wissen und handwerkliches Können sind eine Selbstverständlichkeit - in jedem Beruf.
Wichtig ist es nicht nur gute Bildideen zu haben - man muss sie einem potentiellen Auftraggeber wie Werbeagenturen, Unternehmen und Bildredaktionen auch überzeugend vermitteln.
Design ist in, der Berufswunsch "irgendwas mit Medien" ebenso. Die Designschulen entlassen jährlich - neben den betrieblich ausgebildeten Fotografen - viele (Foto-)Designer
in den Markt. Der Konkurrenzdruck ist hoch, darüber sollte man sich im Klaren sein.

e) Was würdest Du jemandem raten, der gerne Fotodesigner werden möchte?
Ich rate: klick 'mal hierhin: http://www.mm-photoconsulting.de/tutorial/index.html

f) Gibt es Schwierigkeiten/Dinge in Deinem Beruf, auf die Du gerne besser vorbereitet worden wärst/über die Du Dir gewünscht hättest, aufgeklärt worden zu sein?
Der Umgang mit Werbeagenturen, Bildredaktionen, Galerien sprich: Auftraggebern war und ist oft ein stiefmütterlich behandeltes Thema im Studium. Für Akquise,
Jobkalkulation sowie Urheber- und Nutzungsrechte gilt das gleiche. Hier ist in den letzten Jahren einiges passiert, sollte aber wesentlich stärker thematisiert werden.

g) Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?
Projekte, bei denen neue Bildideen gefragt sind und gemeinsam mit dem Kunden entwickelt werden. Der Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, Themen und Orten.